Freitag, 31. August 2012

Katholisch - aber hallo! (mit Marie)

Ju-hu!

Bin heute gaaaaaaaanz früh aufgestanden, um mir den Sonnenaufgang anzusehen. Boah! War das schön! Es hingen einige von diesen langgezogenen, schlierigen Stratuswolken herum, die ganz wunderbar angestrahlt wurden, sich langsam von rot über orange hin zu lachs verfärbten.

Ich saß im Garten, und um mich herum war es noch ganz still, so daß sich jedes einzelne Geräusch gut ausmachen ließ. Hier und da raschelte was im Gebüsch, manchmal war irgendwo ein Auto zu hören, ein paar Häuser weiter ging ein Wecker los. Während ich die Stille genoß und den Sonnenaufgang bestaunte, kam ein ungefähr erwachsenendaumennagelgroßer Käfer angekrabbelt. Der war dunkelgrün, hatte zwei gut sichtbare Fühler und sah trotz seiner Winzigkeit irgendwie so kunstvoll gewirkt aus.

Da mußte ich daran denken, daß Gott das alles erfunden hat, und ich verstand sofort, warum in den Klöstern die Mönche und die Nonnen schon früh am Morgen beten.

Und ich verstand auch, warum in der katholischen Kirche so viele Sinne wie möglich bedient werden. Das ist einfach eine Verneigung nicht nur vor Gott sondern auch vor seiner Schöpfung, in der es ja auch überall Farben und Klänge und Düfte gibt.

Natürlich ist so ein Sonnenaufgangshimmel viel schöner als jede noch so kunstvoll bemalte Kirchendecke. Aber daß wir Menschen in unserer Hilflosigkeit und Krümeligkeit überhaupt hingehen und schöne Dinge zur Ehre Gottes schaffen, das finde ich immer wieder total lieb und... naja... irgendwie auch menschlich.
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Schönen Tag noch und keep it Catholic!
Marie

Donnerstag, 30. August 2012

Schäden, die die Welt nicht braucht (mit Max)

Hi Leute!

Auf Beiboot Petri las ich eben, daß TITANIC-Chefredakteur Leo Fischer und seine Mitarbeiter zum morgigen Prozeßbeginn in Hamburg, sich erstens symbolisch an den Michel ketten werden und zweitens einen Mittelaltermarkt veranstalten wollen.

Ich hab' dann - nachdem die Seitenstiche verklungen waren - mal gegoogelt und einen taz-Artikel gefunden, der mehr verrät:
    Gegen 15 Uhr wollen sich die Redaktionsmitglieder am Donnerstag vor der Kirche symbolisch anketten. Wann die Aktion beendet wird, steht laut Fischer nicht fest. „Wir machen solange, bis man uns wegträgt“, hieß es vom Chefredakteur. Wie und woran die Mitarbeiter sich anketten, werde spontan entschieden. „Notfalls schaffen wir eben was ran, an das es sich anketten lässt“. Bei der Hamburger Polizei wurde die Aktion bis Mittwochmittag nicht angemeldet.
Wär das geil, wenn einfach niemand kommt, um sie wegzutragen, und dann nach fünf Tagen ausgemergelte, ungewaschene Zombies mit eingekniffenem Schwanz von dannen trotten...
    Am Freitag soll es von 10 bis 16 Uhr auf dem Sievekingsplatz vor dem Landgericht einen Papst-Mittelaltermarkt geben. Neben Auftritten von Jongleuren und Feuerspuckern soll den Besuchern auch die Möglichkeit geboten werden, symbolisch eine Hexe zu verbrennen oder sich an den Pranger zu stellen. Der Markt sei als Anspielung auf „die Lebenswelt des Papstes“ gedacht, sagte Fischer.
Oh! Oh-oh-oh!!! Oh-oh-oh-oh-oh-oh-oh!!!!

Da erkenne ich aber sofort einen massiven Fehler! Eine "Anspielung auf die Lebenswelt des Papstes"? Müßte das nicht ein Berg aus Prada-Schuhen sein, unter dem geknechtete Frauen eben noch mit ihrem letzten Atemzug kundtun können, wie gerne sie doch katholische Priesterinnen geworden wären? Müßte das nicht ein auf dem Friedhof der Meinungs- und Kunstfreiheit errichteter Palast aus Gold und Marmor sein, aus dessen Fenstern das Blut all der tapferen Männer und Frauen fließt, die während der letzten 7 Jahre die Welt in das endgültige Zeitalter der Aufklärung führen wollten, indem sie Karikaturen veröffentlichten, welche Joseph Ratzinger mit Hitlerbärtchen oder Palpatine-Kutte zeigten, und die für ihre heroischen Taten so lange brutalst verfolgt wurden, bis sie sich endlich singend und Dawkins preisend in die Lanzen warfen, welche die Schweizergardisten ihnen entgegenhielten? Müßte das nicht ein hermelinverbrämter Umhang aus weißer Seide sein, unter dem die Hilferufe all der Kinder zu hören sind, die Joseph Ratzinger (zusammen mit seinem Bruder), geprügelt und belästigt hat? Müßte das nicht ein Straflager sein, in dem Joseph Ratzinger streng über dort inhaftierte, in violette Polyester-Hosenanzüge gekleidete postchristliche Esoterikerinnen mit grauem Kurzhaarschnitt wacht, die unablässig durch die elektrischen Zäune rufen: "Wir sind Nonnen! Ehrlich!"?

Macht bei der TITANIC eigentlich niemand mehr seine Hausaufgaben?

Meine Lieblingsstelle aus dem taz-Artikel ist zweifelsohne diese:
    Fischer zeigt sich vor der Verhandlung zuversichtlich, weil weder der Papst noch seine Rechtsvertreter bisher eine Stellungnahme zu dem 15seitigen Widerspruchsschreiben der Zeitschrift abgegeben haben: „Dem Heiligen Vater fehlen wohl die Argumente..."
Au weia!

Da muß man aber schon wirklich Mitarbeiter der TITANIC sein, um diese "Anspielung auf die Lebenswelt" moderner Karikaturisten und Satiriker zu verstehen...

Aber, klar: Dem armen Leo und seinen Mit-Opfern geht die Muffe sicherlich 1 zu 10.000. Denn es ist ja bekannt, daß in unserem Land seit Jahrzehnten jedermann, der Gott, Papst, Kirche und Glauben beleidigt, mit schwersten Strafen zu rechnen hat...

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Schönen Tag noch und keep it Catholic!
Max

Montag, 27. August 2012

Catholic Awesomeness (mit Marie)

Die Cappa Magna ist DAS Teil der bischöflichen Chortracht, das wie kein anderes dazu geeignet ist, heiße Debatten zu zünden.

Für die Gegner und Kritiker ist eine Cappa nichts weiter als 5-10 Meter eitler Geldverschwendung, ein tuntiger Prunk-Fummel, den Operetten-Prälaten sich umhängen lassen, um sich als Fürsten aufzuspielen und den stummen Lämmchen zu zeigen, wem hier die Schleppe nachgetragen gehört.

Für die Freunde und Liebhaber ist eine Cappa der Farbtupfer, der ein Bild nicht kostbarer oder richtiger, aber besonders und schöner macht; es sind einige Quadratmeter Platzwegnahme, die man dem Oberhirten gerne zugesteht; es ist der Nachweis von Charakter und echter Maskulinität, da ein Bischof, der sich in der Cappa zeigt, eben nicht mädchenhaft rumzimpert und sagt "Nee... [** rockschößeraff **] Das zieh ich nicht an... [** zumdiademgriffansetz **] Da machen sich bestimmt Leute drüber lustig, und das könnte mein zartes Gemüt nicht ertragen [** davontrippel **]!"

Fakt ist, daß die Cappa niemals verboten wurde, daß die nur aus Rom verbannt ist, aber ansonsten von jedem Bischof in seiner Diözese und von jedem igendwo pontifizierenden Kardinal getragen werden darf.

Ich selbst bin eher ein Fan als ein Gegner. Ich finde schon, daß eine Cappa in einem insgesamt etwas zu Barbara-Cartland-mäßigen Gesamtkontext irgendwie albern bis verdächtig aussehen KANN (nicht muß), aber ich finde auch, daß ein Bischof, der mit Cappa in seine Kirche ein- und später wieder auszieht, ein Pontifikalamt knorkigst aufwertet.

Diverse Internet-Safaris haben mir gezeigt, daß seit einigen Jahren immer mehr und mehr Bischöfe ihre Extrameter Stoff wieder hervorholen. Das wurde bereits reichlichst dokumentiert und die Suche nach Photos zeitgenössischer Prälaten in der Cappa ist mittlerweile einfacher als das Wespenfangen mit Himbeer-Soda.

Was es aber - glaube ich zumindest - bisher noch nicht gab, ist ein Posting, das die verschiedenen Cappa-Modelle mal nebeneinander zeigt. Also springe ich heute tapfer in die Bresche! Ich bin eben kreuz und quer durch's Internet und habe ein paar Photos zusammengrkratzt, die ich Euch jetzt präsentiere (wohlgemerkt: Alles Prälaten, die während der letzten Jahre photographiert wurden):

Fangen wir an mit der unspektakulärsten Variante, einer violetten, bischöflichen Cappa Magna aus Wolle mit seidenem Schulterüberwurf:

(Erzbischof Cremona, Malta)


Es folgt ein weiteres Woll-Modell mit Hermelin:

(Erzbischof Gołębiewski, Polen)


Hier ein Bischof mit einer Cappa Magna aus violetter Seide:

(Bischof Slattery, USA)


Und - ganz selten - ein Weihbischof von Detroit und reisidierender Bischof vom St. Josaphat's Old Seminary in einer Cappa aus geflammter violetter Seide. Keine Ahnung, warum der Bischof dieses Modell trägt. Vielleicht gibt's ja Leser, die sich auskennen...:

(Boschof Reiss, USA)


Das philippinische Sondermodell: Die Cappa aus hyperglänzender Seide. Bißchen viel, wenn Ihr mich fragt, aber ich habe mir sagen lassen, daß das irgendwie kulturell bedingt ist...

(Erzbischof Palma, Philippinen)


Zum Schluß die Kardinals-Cappa aus roter Moirée-Seide. Einmal "normal":

(Kardinal Burke, Präfekt der Apostolischen Signatur)


Und einmal in der kuscheligen Variante mit Hermelin:

(Kardinal Rode, ehem. Präfekt der Kongregation für die Institute geweihten Lebens und für die Gesellschaften apostolischen Lebens)


Mein persönliches Fazit: Cappa Magna? Eher AWESOME! als AWFUL!...
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Schönen Tag noch und keep it Catholic!
Marie

Tonnenweise Chesterton (mit Max)

Heute ein Zitat, das ich in einem Buch mit dem Titel "Temendous Trifles" gefunden habe:
    Those thinkers who cannot believe in any gods often assert that the love of humanity would be in itself sufficient for them; and so, perhaps, it would, if they had it. There is a very real thing which may be called the love of humanity; in our time it exists almost entirely among what are called uneducated people; and it does not exist at all among the people who talk about it.
Autsch!

Silber! (mit den Pimpfen)

Jetzt sindse da!

Die schicken Plaketten für die Gewinner der Robusta 2012!

Wir haben unsere natürlich gleich mal abgegriffen und präsentieren sie hier mit breiter Pimpfbrust:


Nochmals einen ganz dicken Dank an alle, die für uns gestimmt haben und auch an alle, die hier mitlesen und mitkommentieren! Sorry, daß wir in den letzten drei Tagen so faul waren. Aber der Sommer geht zu Ende, und da waren wir blogmäßig irgendwie nicht so motiviert.
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Schönen Tag noch und keep it Catholic!
Max, Marie, Mauritius

Donnerstag, 23. August 2012

Netzjuwelen (mit Max)

Ja: Es tut weh.

Und, ja: Es bereitet Alptäume.

Aber: Es ist HULK HOGAN, zum Henker nochmal!


Man kann dieses Bild nur dann noch cooler machen, wenn man statt Hulk Hogan Chuck Norris nimmt - was aber nicht geht, weil wir ja alle wissen, daß selbst Chuck-Norris-Photos einen mit einem gezielten Roundhouse-Kick in den Orbit befördern, sobald man auch nur daran denkt, an ihnen herumzushoppen.

Mantilla-Mania (mit Marie)

Heute mit einer simplen Frage...

"Kann man es mantilla-mäßig auch übertreiben?"

... und einer simplen Antwort:

"Keine Ahnung, aber ich rufe mal eben in einem Architektur-Büro an und frage nach..."

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Schönen Tag noch und keep it Catholic!
Marie

Dienstag, 21. August 2012

Von unter der Bettdecke (mit Marie)

Ich habe eben beim Herrn Alipius diese Frage gelesen.

Meine erste Reaktion: Gute Frage...

Eine Antwort darauf habe ich auch nicht. Ich will aber trotzdem was dazu sagen. Nämlich: Ich finde es VOLL DOOF, wenn bestimmten Leuten jeder Grund recht ist, um über die Kirche oder den Papst oder die Katholiken oder die Religion zu motzen. Klar: Die Kirche, die Päpste, die Katholiken und die Religion haben im Laufe der Geschichte dafür gesorgt, daß man auch mal über sie meckern darf (oder sogar muß, je nachdem...). Aber tun wir doch nicht so, als hätten die ein Monopol auf Mecker-Gründe-Lieferung. Und tun wir doch bitte auch nicht so, als müsse man Kirchenmitglied, Papst, Katholik oder gläubiger Mensch sein, um bestimmte üble Dinge tun zu können. Ich räume gerne ein, daß religiöser Fanatismus uncool ist und im Laufe der Jahrhunderte für total böse Vibes gesorgt hat. Aber dürfte ich vielleicht an dieser Stelle daran erinnern, daß JEDER Fanatismus kacke ist?! Fanatische Fußballfans, die sich mit gegenerischen Fans Schlachten liefern sind ebenso doof wie fanatische Revolutionäre, die alles köpfen, was ihnen in die Quere kommt oder fanatische Christenhasser, die in Norwegen historische Stabkirchen anzünden.

Nee, Leute: Ihr könnt mir das einfach nicht verkaufen, daß man mit einem Hinweis auf die vermeintlichen Superverbrechen der Christen/Katholiken seinen eigenen Kopf aus der Schlinge ziehen bzw anderen Mist relativieren kann. Und grade WEIL wir Katholiken wissen, daß wir nicht perfekt sind und nie perfekt waren und dies AUCH EINGESTEHEN, sieht Euer hysterisches Anklagen, Euer manisches Beleidigtsein und Euer zwanghaftes Ablenken daneben echt matt und peinlich aus.

Und nochwas (aufgrund eigener Erfahrungen): Das Einzige, was Ihr bei Kindern und Jugendlichen mit Eurem penetranten Auf-der-Kirche-Herumhacken erreicht, ist, daß eben diese Kinder und Jugendliche, wenn sie sich in der Kirche wohlfühlen und dort eine tolle Gemeinschaft haben, zu der sie auch klasse beitragen können, von Eurem Gehupe verunsichert werden. Wenn sie dann wegen irgendwelcher Übertreibungen, Halbwahrheiten oder blanker Lügen aus der Bahn geworfen werden und sich vielleicht von der Kirche und vom Glauben distanzieren und deswegen mies drauf kommen, wo seid Ihr dann mit Eurem tollen Menschlichkeitsgefasel und Eurem "Hach, wir machen die Welt zu sonem duften Ort für alle!"?

Denkt mal'n bißchen drüber nach...
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Schönen Tag noch und keep it Catholic!
Marie

Catholic Awesomeness (mit Mauritius)

Heute: Uralte Papst-Photos!

Da habe ich zwei schöne Bilder auf Lager, die ich jetzt hier mal ganz dreist poste, obwohl ja eigentlich andere Blogoezesanen die offiziellen Extreme-Papsting-Beauftragten sind. Aber weil die schon so lange nix mehr gebracht haben, springe ich jetzt mal volle Kanne in die Bresche!

Bitteschön: Einmal der Selige Papst Pius IX...


... und einmal Papst Leo XIII

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Schönen Tag noch und keep it Catholic!
Mauritius

Montag, 20. August 2012

Aufstand! (mit Pimpf-Riot)

Hi!

Wir sind PIMPF-RIOT!

Von hier aus erst einmal einen heißen Dank an die Mitstreiter im Geiste und in der Tat, die von Cassandra gemanagte Band Virgin Riot!

Die Mädels haben uns inspiriert, unsere eigene Punk-Band auf die Beine zu stellen. Marie wollte eh schon immer mal Bassistin in einer Frauen-Punk-Band werden. Sie hat aber diesen Traum nun erst einmal zurückgestellt und zupft nun für PIMPF-RIOT die Seiten, und dies brutalst! Mauritius hat sowieso schon seit einem Jahr Schlagzeugunterricht und bearbeitet Trommeln und Becken mittlerweile höchstanständig. Naja... und ich (Max) tu halt so, als könnte ich singen und Klampfe spielen. Ich hab schon mal sechs Akkorde gelernt, was für die 12 Songs, die wir gestern Abend komponiert haben, erst einmal reicht.

Wir suchen aber noch dringendst Auftrittsmöglichkeiten und wenden uns daher an die Redaktionshäuser deutscher Massenmedien, an die Vorstände antikirchliche Organisationen und deren Fingerpuppen und nicht zuletzt an jede Aula so ziemlich jeder Uni: Wir werden in nicht allzuferner Zukunft unangemeldet bei Euch aufkreuzen und ein paar gepflegte Dresch-Songs zum Besten geben, in denen wahre geistige Freiheit, wahre Toleranz gegenüber Andersdenkenen/-glaubenden, wahre Aufgeklärtheit angesichts des Dunkel in der Welt und nicht zuletzt ein wahres Menschenbild thematisiert werden!

PIMPF-RIOT sagt: Don't call us, we call YOU!