Tagchen!
Dieses Posting beim Herrn Alipius hat mich heute an die Catholic Memes erinnert und daran, daß die ja auch nicht unbedingt immer auf Englisch sein müssen.
Ich meine, es gibt doch bestimmt auch deutschsprachige Katholiken mit ein wenig Humor, die so etwas hinkriegen, oder?
Also kommt mal in die Puschen! Ich leg auch einen vor, damit ich nicht nur Wasser predige...
__________
Schönen Tag noch und keep it Catholic!
Mauritius
Montag, 8. Oktober 2012
Leckerer beten (mit Marie)
Hi Leute!
Im Rosenkranz-Monat Oktober ziehen wir dieses Jahr zum ersten Mal 'ne Rosenkranz-Party ab. Wir haben Dominic und Tim Bescheid gegeben und wir haben die anderen Kinder aus der Schule, die auch an Gott glauben, auch katholisch sind, auch in die Kirche gehen und auch zu Hause beten zu uns eingeladen (alle beide). Somit wären wir also sieben, was für den Anlaß eine ziemlich gute Zahl ist.
DENN: Meine Mama macht uns einen ESSBAREN ROSENKRANZ!!!
Wie cool ist das denn?
Sie kam neulich auf die Idee und meinte, daß sei vielleicht eine (im wahrsten Sinne) süße Sache, wann man eine kleine herbstliche Kinderparty mit Kuchenessen und Schokolade-Trinken mit gemeinsamen Rosenkranz-Gebet verbinden kann! Fand ich TOTAL GENIAL!
Also ist meine Mama auf diese Seite hier gegangen und hat sich ein wenig inspierieren lassen.
Und jetzt macht sie uns für Donnerstag einen Minitörtchen- und Muffin-Rosenkranz, den wir beim Beten wegfuttern (also, so weit wir können; den Rest verteilen wir am nächsten Tag dann einfach in der Schule).
Hier ist mal ein Beispiel-Photo, damit Ihr ungefähr 'ne Ahnung hat, was wir vorhaben:
Hmm... Also, der Rosenkranz von meiner Mama wird bestimmt nicht so chemo-giftig-bunt aussehen, sondern eher vollkornig-gesund-dezent. Aber ansosten geht es schon so ungefähr in die Richtung. Wir stellen auch noch 'ne Marienstatue auf den Tisch.
Ich freu mich schon!
Probiert's auch mal aus!
__________
Schönen Tag noch und keep it Catholic!
Marie
Im Rosenkranz-Monat Oktober ziehen wir dieses Jahr zum ersten Mal 'ne Rosenkranz-Party ab. Wir haben Dominic und Tim Bescheid gegeben und wir haben die anderen Kinder aus der Schule, die auch an Gott glauben, auch katholisch sind, auch in die Kirche gehen und auch zu Hause beten zu uns eingeladen (alle beide). Somit wären wir also sieben, was für den Anlaß eine ziemlich gute Zahl ist.
DENN: Meine Mama macht uns einen ESSBAREN ROSENKRANZ!!!
Wie cool ist das denn?
Sie kam neulich auf die Idee und meinte, daß sei vielleicht eine (im wahrsten Sinne) süße Sache, wann man eine kleine herbstliche Kinderparty mit Kuchenessen und Schokolade-Trinken mit gemeinsamen Rosenkranz-Gebet verbinden kann! Fand ich TOTAL GENIAL!
Also ist meine Mama auf diese Seite hier gegangen und hat sich ein wenig inspierieren lassen.
Und jetzt macht sie uns für Donnerstag einen Minitörtchen- und Muffin-Rosenkranz, den wir beim Beten wegfuttern (also, so weit wir können; den Rest verteilen wir am nächsten Tag dann einfach in der Schule).
Hier ist mal ein Beispiel-Photo, damit Ihr ungefähr 'ne Ahnung hat, was wir vorhaben:
Hmm... Also, der Rosenkranz von meiner Mama wird bestimmt nicht so chemo-giftig-bunt aussehen, sondern eher vollkornig-gesund-dezent. Aber ansosten geht es schon so ungefähr in die Richtung. Wir stellen auch noch 'ne Marienstatue auf den Tisch.
Ich freu mich schon!
Probiert's auch mal aus!
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Schönen Tag noch und keep it Catholic!
Marie
Freitag, 5. Oktober 2012
Blogoezesanes Basteln (mit den Pimpfen)
Hallo zusammen!
Es gibt ein interessantes neues Zweitblog in der Blogoezese!
Valentina vom Blog Unser kleiner Konvent - DEO IUVANTE hat ein zweites Blog aufgemacht! Auf With Heart and Soul läßt sie ihrer kreativen Ader freien Lauf:
Schaut auch mal bei Valentina rein!
__________
Schönen Tag noch und keep it Catholic!
Max, Marie, Mauritius
Es gibt ein interessantes neues Zweitblog in der Blogoezese!
Valentina vom Blog Unser kleiner Konvent - DEO IUVANTE hat ein zweites Blog aufgemacht! Auf With Heart and Soul läßt sie ihrer kreativen Ader freien Lauf:
...es dreht sich hier um kreative Auswüchse meines Hirns in Kooperation meiner Hände. Ich werde hier meine Werke nach und nach reinstellen und mit Vermerk bzw Link auf die Seite, von der entweder direkt die Anleitung oder zumindest der Verkauf der Anleitung vermerkt ist.
Schaut auch mal bei Valentina rein!
__________
Schönen Tag noch und keep it Catholic!
Max, Marie, Mauritius
Mittwoch, 3. Oktober 2012
Zu Gast bei den Pimpfen (mit Laufsteg-Luise)
Hi Leute!
Sehr aufregend! Wir haben heute mal wieder einen Gast auf dem Pimpf-Blog! Sagt "Hallo!" zu Laufsteg-Luise!
Zugegeben (und wir hoffen, sie nimmt uns das jetzt nicht voll übel): Früher fanden wir Laufsteg-Luise voll flach! Immer nur so auf das Äußere gucken und von wegen so "Ich heirate später mal irgendwas Reiches, Altes und verbringe den Tag entweder am Pool mit meinen diversen Liebhabern (während Männe die Kohle ranschafft) oder designe meine eigene Schuh-Kollektion: 'Laufsteg-Luises Luxus-Latschen'! Wird bestimmt der Renner..."
Aber jetzt hat Luise seit einiger Zeit Kontakt zu Schwester Robusta. Die Beiden treffen sich nicht oft aber regelmäßig immer wieder mal zum Kaffee und quatschen 'ne Runde. Da hat sich einiges getan! Aber am besten, Luise erzählt's Euch selbst!
__________
Okaaaayyyy...
Also erst einmal einen Dank an die Pimpfe, daß ich hier ein paar Sätze loswerden darf! Und danke auch für die Einführung. Ich nehme Euch das gar nicht übel, weil ich mittlerweile das Leben mit anderen Augen betrachte.
Ja, hmm... Wie fing alles an?
Also, vor gut einem Jahr lernte ich zufällig die Schwester Robusta kennen. Zuerst war das eine eher komplizierte Beziehung. Die ist so waaaaaaahnsinnig selbstbewußt und hat so einen messerscharfen Humor. Das war mit ziemlich unangenehm, weil ich mich damals noch so total wichtig fand. So von wegen: Ich bin immerhin Model und kann jeden Tpen haben! Bei anderen Frauen hat das immer voll gezogen! Klar haben die zuerst einen auf kalte Schulter gemacht oder sogar abgezickt, weil ich im Vergleich zu ihnen wirklich eine Bombshell war. Aber irgendwann kamen sie dann doch alle an und wollten Tips für die Figur, die Haare, die Schminke etc.
Aber Schwester Robusta war sowohl von meinem Beruf als auch von der Tatsache, daß ich bei den Kerlen mordsmäßig gut ankomme, gänzlich unbeeindruckt. Also sie hat weder so rumgefawnt von wegen "Du tolles Model!" noch rumgezickt oder gelästert. Das allein hat mich schon gewurmt. Aber als ich dann nach kurzer Zeit merkte, daß sie im Grunde 100 Mal echter ist als ich und dazu noch ziemlich mit sich im Reinen, da ließ das Wurmen langsam nach und die Neugier wurde größer.
Natürlich war mir klar, daß sie so ist, weil sie fest im Glauben verankert ist, diversen sinnvollen Tätigkeiten nachgeht und nicht tausendmilliausend Typen hinter sich herhecheln läßt, sondern Christus folgt.
Ich selbst war komischerweise trotz meiner heißen Figur, meinem nicht eben schrottigen Gesicht und meiner glamourösen Arbeit zwischen New York, Mailand und London irgendwie nie so richtig zufrieden, hatte nie das Gefühl, als könnte ich mich einfach mal fallen lassen und durchatmen.
Ich bat Schwester Robusta dann um ein Gespräch. Ursprüngliche Absicht war, herauszufinden, ob sich da vom Glaubens-Kuchen irgendwo ein Scheibchen abschneiden ließ, welches mir erlaubte, weiterhin genau das Leben zu führen, das ich lebte, aber dabei ein wenig zufriedener und glücklicher zu sein.
Es kam zu mehr als einem Treffen. Und ziemlich schnell stellte sich heraus, daß der Grund für meinen Mangel an Zufriedenheit und Glück genau das Leben war, welches ich führte. Anfangs konnte ich das gar nicht ab.
Ich hab die Schwester einmal auch echt mies behandelt und angemacht, so von wegen, daß sie doch nur neidisch sei und ich das gar nicht nötig hätte und was ihr einfiele, über mich zu urteilen etc.
Naja, als ich dann zu Hause saß, begann ich, nachzudenken. Und dann schellte es an der Türe und einer meiner Verehrer stand dort. Ich ließ ihn rein, und er setzte sich hin und fing gleich an, an mir rumzuarbeiten. Und ganz plötzlich fing ich an zu weinen. Er fragte, was los sei und ich sagte "Weiß nicht...". Er fing wieder an zu fummeln und raunte was von "Entspannen" und "Locker machen" und "Genießen" und "Bett". Ich sagte, daß ich keinen Bock hätte sondern nur reden möchte. Er stöhnte genervt auf und fragte, worüber ich denn reden möchte. Ich zuckte mit den Schultern und sagte, daß er sich darüber keine Gedanken machen muß, weil ich eh nicht mit ihm reden möchte. Da schnappte er sich seine Jacke und ging.
Ich rief bei Schwester Robusta an. Ich klang wohl noch ein wenig verheult, denn sie hat sofort geschnallt, was Sache ist und kam sogar zu mir rüber. Wir haben dann den ganzen Abend geredet. Und nach und nach hat sie mich aufgebaut, bis es mir wieder besser ging. Ab da trafen wir uns regelmäßig zum Kaffee und sprachen über diverse Dinge, hauptsächlich aber über meine Zukunft und über den Glauben.
Robusta war wirklich einfühlsam und geschickt. Sie hat die Gespräche immer nur ein wenig gesteuert, aber immer darauf geachtet, daß nach Möglichkeit ich diejenige war, die zu bestimmten Schlüssen kommt.
Und irgendwann hatte ich dann ganz plötzlich überhaupt keinen Bock mehr auf diese Model-Maschinerie. Irgendwann hatte ich keinen Bock mehr auf Verehrer und Stelzböcke und One-Night-Stands. Irgendwann hatte ich keinen Bock mehr auf dieses seltsame Business, in dem so ultra-harte Anforderungen herrschen und in dem man sich ständig verbiegen muß, um ja noch dazuzugehören.
Irgendwann hatte ich Lust auf Beständigkeit, auf Ruhe, auf Vertrauen, auf Innigkeit. Irgendwann hatte ich Lust auf einen kleinen, lieben Job, mit dem ich Geld verdienen kann, bis ich einen Mann finde, der mir ein paar Kinder schenkt und der mich so nimmt und liebt, wie ich bin, Model hin oder her. Ich wollte eigentlich immer Kinder haben, aber der Model-Job hat diesen Wunsch lange Zeit vollkommen abgewürgt. Jetzt, wo Robusta mich ein wenig coacht, kommt er wieder ganz hoch.
Gleichzeitig habe ich auch zu meinem Glauben zurückgefunden. Das war auch so'ne Geschichte... Mein Leben war in den letzten sechs Jahren nicht grade katholisch, wenn Ihr wißt was ich meine (Die Pimpfe lesen mit, also kann ich's nicht detailliert beschreiben),...
["Ooooch... Schade..." (Max, Marie, Mauritius)]
... und es ging streckenweise schon ziemlich wild her. Naja... Schwester Robusta hat mich da auch gut beraten und mir einen echt lieben und tollen Beichtvater an Land gezogen. Pfarrer Pfundmann heißt der (und sieht auch voll so aus ** kicher **), und er ist Seminar-Regens, also irgendwie Boss der zukünftigen Priester. Der ist vollkommen schmerzfrei, was meine Beichten angeht. Hat offenbar alles schon mal gehört. Außerdem - totales Novum - ist er außer meinem Vater und meinem Opa der einzige Mann, mit dem ich alleine sein kann, ohne daß ich irgendwelche wilden Sex-Vibes empfange, die mich gleich mißtrauisch machen. Und zwar nicht, weil Pfarrer Pfundmann volle Kanne der Eunuch oder Kostverächter ist. Nee! Der hat mir sogar schon ein paar Mal ein paar ganz liebe Komplimente gemacht, aber die kamen wirklich immer nur als das rüber, was sie waren: Komplimente. Da muß ich mich auch erst einmal dran gewöhnen, daß es solche Kerle gibt. Ist aber total schön. Wenn ich meinen zukünftigen Mann kennenlerne, dann möchte ich, daß es auch so ist. Erst einmal entspannte Atmospähere bei guten Gesprächen und dann die Sympathie-Raupen zu schönen Bauch-Schmetterlingen werden lassen.
Jedenfalls hänge ich jetzt im Moment zwischen altem und neuem Leben. Also, das alte Leben ist im Grunde gegessen. Ich habe seit einem halben Jahr keinen Auftrag mehr angenommen und lebe von meinem Ersparten und kleinen Gigs wie Werbespots oder Nebenrollen bei Film und Fernsehen. Ich habe zum Glück schauspielerisches Talent, so daß da häufig 'was geht. Hauptsächlich studiere ich aber im Moment Veterinärmedizin. Nicht nur, weil ich Tiere mag, sondern weil ich eigentlich nicht doof bin und in Biologie, Physik und Chemie sogar immer die totale Überfliegerin war. Mal sehen...
Mir geht's im Moment jedenfalls so gut, wie lange nicht mehr. Ich danke Schwester Robusta für ihre Geduld mit mir. Und ich danke Pfarrer Pfundmann dafür, daß er so ein guter Zuhörer und Ratgeber ist. Und ich danke den Pimpfen, daß sie mich hier ein wenig tratschen ließen.
__________
Okay! Super Geschichte! Wir drücken Laufsteg-Luise die Daumen und werden sie auch in unseren Gebeten nicht vergessen! Danke, daß Du das alles mit uns und unseren Lesern geteilt hast! Wir sagen hier erst einmal "Tschö!" und freuen uns schon auf den nächsten Gast!
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Schönen Tag noch und keep it Catholic!
Max, Marie, Mauritius
Sehr aufregend! Wir haben heute mal wieder einen Gast auf dem Pimpf-Blog! Sagt "Hallo!" zu Laufsteg-Luise!
Zugegeben (und wir hoffen, sie nimmt uns das jetzt nicht voll übel): Früher fanden wir Laufsteg-Luise voll flach! Immer nur so auf das Äußere gucken und von wegen so "Ich heirate später mal irgendwas Reiches, Altes und verbringe den Tag entweder am Pool mit meinen diversen Liebhabern (während Männe die Kohle ranschafft) oder designe meine eigene Schuh-Kollektion: 'Laufsteg-Luises Luxus-Latschen'! Wird bestimmt der Renner..."
Aber jetzt hat Luise seit einiger Zeit Kontakt zu Schwester Robusta. Die Beiden treffen sich nicht oft aber regelmäßig immer wieder mal zum Kaffee und quatschen 'ne Runde. Da hat sich einiges getan! Aber am besten, Luise erzählt's Euch selbst!
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Okaaaayyyy...
Also erst einmal einen Dank an die Pimpfe, daß ich hier ein paar Sätze loswerden darf! Und danke auch für die Einführung. Ich nehme Euch das gar nicht übel, weil ich mittlerweile das Leben mit anderen Augen betrachte.
Ja, hmm... Wie fing alles an?
Also, vor gut einem Jahr lernte ich zufällig die Schwester Robusta kennen. Zuerst war das eine eher komplizierte Beziehung. Die ist so waaaaaaahnsinnig selbstbewußt und hat so einen messerscharfen Humor. Das war mit ziemlich unangenehm, weil ich mich damals noch so total wichtig fand. So von wegen: Ich bin immerhin Model und kann jeden Tpen haben! Bei anderen Frauen hat das immer voll gezogen! Klar haben die zuerst einen auf kalte Schulter gemacht oder sogar abgezickt, weil ich im Vergleich zu ihnen wirklich eine Bombshell war. Aber irgendwann kamen sie dann doch alle an und wollten Tips für die Figur, die Haare, die Schminke etc.
Aber Schwester Robusta war sowohl von meinem Beruf als auch von der Tatsache, daß ich bei den Kerlen mordsmäßig gut ankomme, gänzlich unbeeindruckt. Also sie hat weder so rumgefawnt von wegen "Du tolles Model!" noch rumgezickt oder gelästert. Das allein hat mich schon gewurmt. Aber als ich dann nach kurzer Zeit merkte, daß sie im Grunde 100 Mal echter ist als ich und dazu noch ziemlich mit sich im Reinen, da ließ das Wurmen langsam nach und die Neugier wurde größer.
Natürlich war mir klar, daß sie so ist, weil sie fest im Glauben verankert ist, diversen sinnvollen Tätigkeiten nachgeht und nicht tausendmilliausend Typen hinter sich herhecheln läßt, sondern Christus folgt.
Ich selbst war komischerweise trotz meiner heißen Figur, meinem nicht eben schrottigen Gesicht und meiner glamourösen Arbeit zwischen New York, Mailand und London irgendwie nie so richtig zufrieden, hatte nie das Gefühl, als könnte ich mich einfach mal fallen lassen und durchatmen.
Ich bat Schwester Robusta dann um ein Gespräch. Ursprüngliche Absicht war, herauszufinden, ob sich da vom Glaubens-Kuchen irgendwo ein Scheibchen abschneiden ließ, welches mir erlaubte, weiterhin genau das Leben zu führen, das ich lebte, aber dabei ein wenig zufriedener und glücklicher zu sein.
Es kam zu mehr als einem Treffen. Und ziemlich schnell stellte sich heraus, daß der Grund für meinen Mangel an Zufriedenheit und Glück genau das Leben war, welches ich führte. Anfangs konnte ich das gar nicht ab.
Ich hab die Schwester einmal auch echt mies behandelt und angemacht, so von wegen, daß sie doch nur neidisch sei und ich das gar nicht nötig hätte und was ihr einfiele, über mich zu urteilen etc.
Naja, als ich dann zu Hause saß, begann ich, nachzudenken. Und dann schellte es an der Türe und einer meiner Verehrer stand dort. Ich ließ ihn rein, und er setzte sich hin und fing gleich an, an mir rumzuarbeiten. Und ganz plötzlich fing ich an zu weinen. Er fragte, was los sei und ich sagte "Weiß nicht...". Er fing wieder an zu fummeln und raunte was von "Entspannen" und "Locker machen" und "Genießen" und "Bett". Ich sagte, daß ich keinen Bock hätte sondern nur reden möchte. Er stöhnte genervt auf und fragte, worüber ich denn reden möchte. Ich zuckte mit den Schultern und sagte, daß er sich darüber keine Gedanken machen muß, weil ich eh nicht mit ihm reden möchte. Da schnappte er sich seine Jacke und ging.
Ich rief bei Schwester Robusta an. Ich klang wohl noch ein wenig verheult, denn sie hat sofort geschnallt, was Sache ist und kam sogar zu mir rüber. Wir haben dann den ganzen Abend geredet. Und nach und nach hat sie mich aufgebaut, bis es mir wieder besser ging. Ab da trafen wir uns regelmäßig zum Kaffee und sprachen über diverse Dinge, hauptsächlich aber über meine Zukunft und über den Glauben.
Robusta war wirklich einfühlsam und geschickt. Sie hat die Gespräche immer nur ein wenig gesteuert, aber immer darauf geachtet, daß nach Möglichkeit ich diejenige war, die zu bestimmten Schlüssen kommt.
Und irgendwann hatte ich dann ganz plötzlich überhaupt keinen Bock mehr auf diese Model-Maschinerie. Irgendwann hatte ich keinen Bock mehr auf Verehrer und Stelzböcke und One-Night-Stands. Irgendwann hatte ich keinen Bock mehr auf dieses seltsame Business, in dem so ultra-harte Anforderungen herrschen und in dem man sich ständig verbiegen muß, um ja noch dazuzugehören.
Irgendwann hatte ich Lust auf Beständigkeit, auf Ruhe, auf Vertrauen, auf Innigkeit. Irgendwann hatte ich Lust auf einen kleinen, lieben Job, mit dem ich Geld verdienen kann, bis ich einen Mann finde, der mir ein paar Kinder schenkt und der mich so nimmt und liebt, wie ich bin, Model hin oder her. Ich wollte eigentlich immer Kinder haben, aber der Model-Job hat diesen Wunsch lange Zeit vollkommen abgewürgt. Jetzt, wo Robusta mich ein wenig coacht, kommt er wieder ganz hoch.
Gleichzeitig habe ich auch zu meinem Glauben zurückgefunden. Das war auch so'ne Geschichte... Mein Leben war in den letzten sechs Jahren nicht grade katholisch, wenn Ihr wißt was ich meine (Die Pimpfe lesen mit, also kann ich's nicht detailliert beschreiben),...
["Ooooch... Schade..." (Max, Marie, Mauritius)]
... und es ging streckenweise schon ziemlich wild her. Naja... Schwester Robusta hat mich da auch gut beraten und mir einen echt lieben und tollen Beichtvater an Land gezogen. Pfarrer Pfundmann heißt der (und sieht auch voll so aus ** kicher **), und er ist Seminar-Regens, also irgendwie Boss der zukünftigen Priester. Der ist vollkommen schmerzfrei, was meine Beichten angeht. Hat offenbar alles schon mal gehört. Außerdem - totales Novum - ist er außer meinem Vater und meinem Opa der einzige Mann, mit dem ich alleine sein kann, ohne daß ich irgendwelche wilden Sex-Vibes empfange, die mich gleich mißtrauisch machen. Und zwar nicht, weil Pfarrer Pfundmann volle Kanne der Eunuch oder Kostverächter ist. Nee! Der hat mir sogar schon ein paar Mal ein paar ganz liebe Komplimente gemacht, aber die kamen wirklich immer nur als das rüber, was sie waren: Komplimente. Da muß ich mich auch erst einmal dran gewöhnen, daß es solche Kerle gibt. Ist aber total schön. Wenn ich meinen zukünftigen Mann kennenlerne, dann möchte ich, daß es auch so ist. Erst einmal entspannte Atmospähere bei guten Gesprächen und dann die Sympathie-Raupen zu schönen Bauch-Schmetterlingen werden lassen.
Jedenfalls hänge ich jetzt im Moment zwischen altem und neuem Leben. Also, das alte Leben ist im Grunde gegessen. Ich habe seit einem halben Jahr keinen Auftrag mehr angenommen und lebe von meinem Ersparten und kleinen Gigs wie Werbespots oder Nebenrollen bei Film und Fernsehen. Ich habe zum Glück schauspielerisches Talent, so daß da häufig 'was geht. Hauptsächlich studiere ich aber im Moment Veterinärmedizin. Nicht nur, weil ich Tiere mag, sondern weil ich eigentlich nicht doof bin und in Biologie, Physik und Chemie sogar immer die totale Überfliegerin war. Mal sehen...
Mir geht's im Moment jedenfalls so gut, wie lange nicht mehr. Ich danke Schwester Robusta für ihre Geduld mit mir. Und ich danke Pfarrer Pfundmann dafür, daß er so ein guter Zuhörer und Ratgeber ist. Und ich danke den Pimpfen, daß sie mich hier ein wenig tratschen ließen.
__________
Okay! Super Geschichte! Wir drücken Laufsteg-Luise die Daumen und werden sie auch in unseren Gebeten nicht vergessen! Danke, daß Du das alles mit uns und unseren Lesern geteilt hast! Wir sagen hier erst einmal "Tschö!" und freuen uns schon auf den nächsten Gast!
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Schönen Tag noch und keep it Catholic!
Max, Marie, Mauritius
Dienstag, 2. Oktober 2012
Schutzengel... (mit den Pimpfen)
Hi!
Da wir Pimpfe katholisch sind, haben wir jeder einen Schutzengel!
Zum heutigen Fest fällt uns erst einmal nur das ein:
Und anläßlich des Schutzengelfestes heben wir für die geneigten Leser ein paar richtig schöne Schutzengelbilder zusammengekramt. Die sehen zwar total kitschig aus (bzw sind total kitschig), bringen aber zumindest nach unserem Empfinden die Mässätsch voll rüber!
Hm... Jetzt fällt uns grad' ein: In der heutigen Zeit müßte man vielleicht auch mal Schutzengelbilder herstellen, auf denen der Engel über ein Kind wacht, das vor dem Fernseher sitzt oder im Internet surft oder neben einer Tüte Fast-Food hockt...
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Schönen Tag noch und keep it Catholic!
Max, MArie, Mauritius
Da wir Pimpfe katholisch sind, haben wir jeder einen Schutzengel!
Zum heutigen Fest fällt uns erst einmal nur das ein:
- "Super-vielen, lieben Dank an unsere Schutzengel, daß sie immer ein so wachsames Auge auf uns haben! Wir wissen, daß Ihr bei uns alle Hände voll zu tun habt und daß es viele Kinder gibt, bei denen der Job nicht so anstrengend ist! Also nochmals: Dicken Dank!"
Und anläßlich des Schutzengelfestes heben wir für die geneigten Leser ein paar richtig schöne Schutzengelbilder zusammengekramt. Die sehen zwar total kitschig aus (bzw sind total kitschig), bringen aber zumindest nach unserem Empfinden die Mässätsch voll rüber!
Hm... Jetzt fällt uns grad' ein: In der heutigen Zeit müßte man vielleicht auch mal Schutzengelbilder herstellen, auf denen der Engel über ein Kind wacht, das vor dem Fernseher sitzt oder im Internet surft oder neben einer Tüte Fast-Food hockt...
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Schönen Tag noch und keep it Catholic!
Max, MArie, Mauritius
Montag, 1. Oktober 2012
Everybody was Kung-Fu-Fighting... (mit Max)
Hi Leute!
Hunde und Katzen sollen sich angeblich deswegen so oft in die Haare kriegen, weil sie die Körpersprache des jeweils anderen falsch lesen bzw weil irgendwie das hündische "Hallo! Laß uns spielen!" auf katzisch "Auffe Fresse!" heißt und/oder umgekehrt. Keine Ahnung, ob das stimmt.
Jedenfalls: Die alte Rivalität zwischen Wuff und Miau sorgt hin und wieder auch für Unterhaltung.
In diesen Zusammenhang muß ich dann auch hier auf dem Pimpg-Blog jetzt mal langsam das immer noch coolste Hunde-gege-Katze-Photo im Internet posten:
"Falls mich jemand sucht: Ich bin in der Diele und bringe dem Hund ein paar Chuck-Norris-Kircks bei!"
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Schönen Tag noch und keep it Catholic!
Max
Hunde und Katzen sollen sich angeblich deswegen so oft in die Haare kriegen, weil sie die Körpersprache des jeweils anderen falsch lesen bzw weil irgendwie das hündische "Hallo! Laß uns spielen!" auf katzisch "Auffe Fresse!" heißt und/oder umgekehrt. Keine Ahnung, ob das stimmt.
Jedenfalls: Die alte Rivalität zwischen Wuff und Miau sorgt hin und wieder auch für Unterhaltung.
In diesen Zusammenhang muß ich dann auch hier auf dem Pimpg-Blog jetzt mal langsam das immer noch coolste Hunde-gege-Katze-Photo im Internet posten:
"Falls mich jemand sucht: Ich bin in der Diele und bringe dem Hund ein paar Chuck-Norris-Kircks bei!"
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Schönen Tag noch und keep it Catholic!
Max
Netzjuwelen (mit Marie)
Hallo alle!
Heute nochmal ein Spiele-Tip! Die Leute von Amanita-Design haben's echt drauf!
Nach dem coolen Machinarium haben die jetzt mit Botanicula schon wieder so ein irre toll gestaltetes Point-and-Click-Spiel mit knüffigen Charaktern (dieses Mal aus der Insekten- und Pflanzen-Welt), witziger Story und schöner Musik rausgebracht.
Hier ein Trailer:
Für die Vollversion muß man blechen, aber auf der oben verlinkten Homepage kann man kurze Amanita-Spiele wie Rocketman oder Samorost oder The Quest for the Rest ganz spielen, um mal einen Geschmack für die irgendwie durchgeknallten Ideen bei Amanita zu bekommen.
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Schönen Tag noch und keep it Catholic!
Marie
Heute nochmal ein Spiele-Tip! Die Leute von Amanita-Design haben's echt drauf!
Nach dem coolen Machinarium haben die jetzt mit Botanicula schon wieder so ein irre toll gestaltetes Point-and-Click-Spiel mit knüffigen Charaktern (dieses Mal aus der Insekten- und Pflanzen-Welt), witziger Story und schöner Musik rausgebracht.
Hier ein Trailer:
Für die Vollversion muß man blechen, aber auf der oben verlinkten Homepage kann man kurze Amanita-Spiele wie Rocketman oder Samorost oder The Quest for the Rest ganz spielen, um mal einen Geschmack für die irgendwie durchgeknallten Ideen bei Amanita zu bekommen.
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Schönen Tag noch und keep it Catholic!
Marie
Donnerstag, 27. September 2012
Die Welt ist gut und das Leben ist okay (mit Max)
Tach!
Heute mal wieder keine Lesereinsendung, sondern eine eigene Geschichte (die viele von Euch vielleicht sogar schon mitbekommen haben): Nationalstürmer Miro Klose erzielte beim Spiel seiner Mannschaft Lazio Rom gegen den SSC Neapel bereits in der 3. Minute das 1:0. Problem: Er spielte den Ball mit der Hand. Das Schiedsrichtergespann sah es nicht und gab den Treffer. Während die Napoli-Spieler protestierten, ging Klose zum Schiri und bat ihn, das Tor nicht anzuerkennen, weil es nicht regelgerecht erzielt wurde!
Große Geste!
Das fanden auch die Spieler vom SSC Neapel, die sich bei Klose sofort bedankten und ihn sogar dafür umarmten.
Alles auf dem Video zu sehen:
Total großer Sportsgeist, Miro!
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Schönen Tag noch und keep it Catholic!
Max
Heute mal wieder keine Lesereinsendung, sondern eine eigene Geschichte (die viele von Euch vielleicht sogar schon mitbekommen haben): Nationalstürmer Miro Klose erzielte beim Spiel seiner Mannschaft Lazio Rom gegen den SSC Neapel bereits in der 3. Minute das 1:0. Problem: Er spielte den Ball mit der Hand. Das Schiedsrichtergespann sah es nicht und gab den Treffer. Während die Napoli-Spieler protestierten, ging Klose zum Schiri und bat ihn, das Tor nicht anzuerkennen, weil es nicht regelgerecht erzielt wurde!
Große Geste!
Das fanden auch die Spieler vom SSC Neapel, die sich bei Klose sofort bedankten und ihn sogar dafür umarmten.
Alles auf dem Video zu sehen:
Total großer Sportsgeist, Miro!
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Schönen Tag noch und keep it Catholic!
Max
Montag, 24. September 2012
Marsch für das Leben (mit den Pimpfen und Dominic und Tim)
BOAH!
Wir kommen grade erst vom Marsch des Lebens aus Berlin zurück! War total gut! Wir waren mit unseren Eltern da. Dominic und Tim waren auch dabei. Dominic ist nämlich mit seinen Eltern nach Berlin gefahren und hat Tim einfach mitgenommen (natürlich mit dem Wissen seiner Eltern). Witzig: Obwohl Tim ja in einem atheistischen Elternhaus aufgewachsen ist und erst vor wenigen Wochen damit begann, mit dem katholischen Glauben auf Tuchfühlung zu gehen, fand er Abtreibung immer kacke.
Jedenfalls war volle Pimpf-Power angesagt: Erstmal die drei Stamm-Pimpfe und dann noch zwei Ehren-Pimpfe. Das war schon eine Macht, mit der man auf der Seite der Gegendemonstranten rechnen mußte:
Wir hatten aber auch echt Spaß! Klar: Der Anlaß (megaviele Abtreibungen pro Tag) war ultratraurig. Aber mit so vielen Leuten gegen diese traurige Angelegenheit zu demonstrieren, das war klasse!
Laut Polizei waren 3.000 Mitmarschierer dabei und ca 100 Gegendemonstranten. Die waren echt lustig! Standen überall mit Plakaten herum, auf denen es um irgendwas "Patriarchalisches" ging oder um "Strukturen" oder um "Antisemitismus" oder um "Frauenhaß" oder um "Transphobie" oder um "Klerikalfaschismus". Das war schon mal echt amüsant, weil wir total nicht kapiert haben, inwiefern diese Dinge mitspielen, wenn es um das Leben eines Menschleins geht. Aber okay, wir sind ja noch jung und gehören wegen mangelnder Erfahrungen (sprich: haben noch nicht oft genug abgetrieben) wahrscheinlich zu denen, welche die Gegendemonstranten unter "Anti-Aufklärung" zusammenfassen...
Da standen auch einige Leute mit aufgeblasenen Lümmeltüten 'rum. Max ging dann rüber und fragte ganz unschuldig, ob sie sich wirklich eine Meinung zum Thema "Abtreibung" zutrauen, wenn sie noch nicht einmal wissen, wie man mit einem Kondom richtig umgeht. Da guckten die aber nicht schlecht aus der Wäsche.
Ganz oben auf unserer TOP-10-Plakate-Liste steht auch die mit "Sauer auf Euren Nächstenliebekitsch!!!" beschriftete Pappe, die irgendwer bei den Gegendemonstranten hochhielt. Dominic ist hingegangen und hat der Gruppe für ihre Ehrlichkeit gedankt: Lieber ein wenig Foeten-Shredding als so komplexes Zeugs wie eine lebendige, fruchtbare Beziehung zu Gott und dem Nächsten, die auf Liebe und nicht auf Sex gegründet ist. Danke für den Offenbarungseid!
Besonders schön war das Plakat, auf dem ein gekreuzigtes Schwein zu sehen war. Text dazu: "Jesus Du Opfer!" Ich stelle mit grade Jesus vor, wie er das sieht, die Augen verdreht und sich einen satten Facepalm gönnt. Ob Jesus auch Fremdscham empfinden kann? Marie meinte im Vorbeischlendern zu den Leuten, daß man "Retter" ohne "Opf" aber dafür mit "Rett" schreibt. Haben die natürlich nicht kapiert. Mauritius hat das dann ein wenig konkretisiert, und zwar so:
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Schönen Tag noch und keep it Catholic!
Max, Marie, Mauritius (und Dominic und Tim)
Wir kommen grade erst vom Marsch des Lebens aus Berlin zurück! War total gut! Wir waren mit unseren Eltern da. Dominic und Tim waren auch dabei. Dominic ist nämlich mit seinen Eltern nach Berlin gefahren und hat Tim einfach mitgenommen (natürlich mit dem Wissen seiner Eltern). Witzig: Obwohl Tim ja in einem atheistischen Elternhaus aufgewachsen ist und erst vor wenigen Wochen damit begann, mit dem katholischen Glauben auf Tuchfühlung zu gehen, fand er Abtreibung immer kacke.
Jedenfalls war volle Pimpf-Power angesagt: Erstmal die drei Stamm-Pimpfe und dann noch zwei Ehren-Pimpfe. Das war schon eine Macht, mit der man auf der Seite der Gegendemonstranten rechnen mußte:
- Max - Die große Klappe des Universums mit dem patentierten Unschuldsblick
- Marie - Die oberkecke Charme-Offensive
- Mauritius - Der Pendler zwischen sachlicher Vermittlung und trockenem Sarkasmus
- Dominic - Die superintelligente Debattiermaschine
- Tim - Der zwischen den Welten wandelnde Überraschungsgast
Wir hatten aber auch echt Spaß! Klar: Der Anlaß (megaviele Abtreibungen pro Tag) war ultratraurig. Aber mit so vielen Leuten gegen diese traurige Angelegenheit zu demonstrieren, das war klasse!
Laut Polizei waren 3.000 Mitmarschierer dabei und ca 100 Gegendemonstranten. Die waren echt lustig! Standen überall mit Plakaten herum, auf denen es um irgendwas "Patriarchalisches" ging oder um "Strukturen" oder um "Antisemitismus" oder um "Frauenhaß" oder um "Transphobie" oder um "Klerikalfaschismus". Das war schon mal echt amüsant, weil wir total nicht kapiert haben, inwiefern diese Dinge mitspielen, wenn es um das Leben eines Menschleins geht. Aber okay, wir sind ja noch jung und gehören wegen mangelnder Erfahrungen (sprich: haben noch nicht oft genug abgetrieben) wahrscheinlich zu denen, welche die Gegendemonstranten unter "Anti-Aufklärung" zusammenfassen...
Da standen auch einige Leute mit aufgeblasenen Lümmeltüten 'rum. Max ging dann rüber und fragte ganz unschuldig, ob sie sich wirklich eine Meinung zum Thema "Abtreibung" zutrauen, wenn sie noch nicht einmal wissen, wie man mit einem Kondom richtig umgeht. Da guckten die aber nicht schlecht aus der Wäsche.
Ganz oben auf unserer TOP-10-Plakate-Liste steht auch die mit "Sauer auf Euren Nächstenliebekitsch!!!" beschriftete Pappe, die irgendwer bei den Gegendemonstranten hochhielt. Dominic ist hingegangen und hat der Gruppe für ihre Ehrlichkeit gedankt: Lieber ein wenig Foeten-Shredding als so komplexes Zeugs wie eine lebendige, fruchtbare Beziehung zu Gott und dem Nächsten, die auf Liebe und nicht auf Sex gegründet ist. Danke für den Offenbarungseid!
Besonders schön war das Plakat, auf dem ein gekreuzigtes Schwein zu sehen war. Text dazu: "Jesus Du Opfer!" Ich stelle mit grade Jesus vor, wie er das sieht, die Augen verdreht und sich einen satten Facepalm gönnt. Ob Jesus auch Fremdscham empfinden kann? Marie meinte im Vorbeischlendern zu den Leuten, daß man "Retter" ohne "Opf" aber dafür mit "Rett" schreibt. Haben die natürlich nicht kapiert. Mauritius hat das dann ein wenig konkretisiert, und zwar so:
- Mauritius: "'Jesus du Opfer!'... Ah... Okay! Danke! Ich bin total geheilt! Abtreibung sofort und für alle!"
Gegendemonstranten: "Ähhh... Echt jetzt?"
Mauritius: "Volle Kanne! Ich war ja soooo blind bisher!"
Gegendemonstranten: "Ne? Sagen wir ja die ganze Zeit!"
Mauritius: "Ich weiß... Mann! Wenn schon das fleischgewordene Wort Gottes, das für unsere Sünden hingegebene Opferlamm, der auferstandene Erlöser, der zur Rechten des Vaters sitzende Richter ein Opfer ist, dann sind ungeborene Menschen es natürlich erst recht!"
Gegendemonstranten: "Ja Mann! Du peilst es!"
Mauritius: "Und grade erst geborene Babies sind dann natürlich ebenfalls Opfer. Und Kleinkinder auch. Und Teens. Und Erwachsene. Und Alte und Greise!"
Gegendemonstranten: "Ähhmm..."
Mauritius (geht hier voll in Schauspiel-Modus, setzt seine patentierte Psychopathen-Miene mit Eiskalt-den-Rücken-runter-Lächeln auf und sagt mit zitternd-kichernder Stimme):"Alle sind Opfer! Es fragt sich nur, ob sich jemand findet, der groß genug ist, um den Täter zu machen..." (macht einige Schritte auf die Gegendemonstranten zu)
Gegendemonstranten (leicht verunsichert): "Woah! Alter...!"
Mauritius: "'Jesus du Opfer?' Ey, Leute: Heute schon mal in den Spiegel geguckt?"
- Gegendemonstranten: "Wieso das denn!"
Tim: "Weil ihr das Hinausposaunen eures Nicht-Glaubens ebenso als Identitätsstütze benutzt wie euer Rumgeplärre bei Mami Staat, wenn irgendwo ein Kreuzchen hängt oder eine Glocke bimmelt."
Gegendemonstranten: "Das ist nicht wahr!"
Tim: "Es muß ja auch nicht wahr sein. Es reicht doch eurer Meinung nach, ob man es glaubt oder nicht, siehe Gott. Und ich glaube beides: Daß Gott existiert und daß ihr an Krücken geht."
Gegendemonstranten: "Aber es gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Gott! Also gibt es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch keine Krücken bei Atheisten sondern nur bei Gläubigen."
Tim: "Das mag sein. Aber für Leute, deren Selbstwertgefühl davon abhängt, ob sie an einer Krücke gehen oder nicht, muß die klitzekleine Lücke, den eine an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit hinterläßt, schmerzhafter sein als Karies. Mir ist es lieber, wenn ich überhaupt keine Wahrscheinlichkeit brauche, sondern einfach nur an Gott glauben kann."
Gegendemonstranten: "Ähh... Hätte Jesus abgetrieben..."
Tim: "Ach ja... Ich vergaß... Die Vernunft und der Intellekt..."
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Schönen Tag noch und keep it Catholic!
Max, Marie, Mauritius (und Dominic und Tim)
Freitag, 21. September 2012
Liebe und Schönheit... (mit Max)
Obacht Leutz!
Jetzt wird's echt tief und schmalzig und chickflick-mäßig!
Nee... War nur'n Scherz! Ich werde einfach 'n bißchen nachdenken und Euch mit dabei sein lassen...
Der Bad Catholic (den ich immer gerne lese, weil er erstens duftes Zeugs schreibt und ich zweitens so besser Englisch lerne) hat gestern nämlich auch über "Schönheit und Liebe" geschrieben.
Seine Gedanken gehen ungefähr so: Schönheit erzeugt Liebe, und Liebe erzeugt Schönheit. Das Schöne wird bewundert für das, was es ist und dient keinem weiteren Zweck, hat keinen weiteren Nutzen. Schönheit ist nutzlos. Liebe verehrt das Nutzlose, weil sie keine Bedingungen stellt, die auf einen Nutzen abzielen, sondern weil sie den Anderen für das liebt, was er ist. Weil Gott uns nicht braucht, uns aber trotzdem geschaffen hat, haben wir keinen Nutzen. Wir sind schön und geliebt. Nicht mehr aber - wichtiger! - auch nicht weniger.
Soweit der Bad Catholic (aber nur verkürzt, weswegen ich einen Besuch empfehle, um das ganze Teil zu lesen).
Diese Gedanken brachten mich natürlich gleich auf eine heiße Spur: Warum nur ist in der heutigen Zeit die Scheidungsrate so hoch? Hmm... Dafür gibt es wahrscheinlich mehr als nur einen Grund.
Zum Beispiel hat Marie ja vor einige Zeit mal ein paar Zeilen über Scripted Reality Shows geschrieben. Wir Pimpfe liegen manchmal bei miesem Wetter zusammen vor der Glotze, ziehen und so'nen Schrott rein und gackern mordsmäßig ab. Unsere Eltern fanden das anfangs gar nicht cool, aber als sie dann erkennten, wie sehr uns das Ansehen solcher Sendungen hilft, die Scheinwelt- und Fingerpuppen-Masche des nicht totzukriegenden Brot-und-Spiele-Systems zu durchschauen, haben sie 'n Auge zugedrückt.
In diesen Shows ist die "Liebe" grundsätzlich das, was kurzlebige, auf Kosten/Nutzen-Rechnungen beruhende Beziehungen rechtfertigt und "Schönheit" wird auf einem Nivaeu vermittelt, welches eben noch an "Joh, dich werd ich wohl auch nicht von der Bettkante stoßen, wenn ich's mal brauch" ranreicht.
Über allem schwebt aber immer diese totale Ernsthaftigkeit, als seien da irgendwelche tiefen und ehrlichen jungen Leute auf der Suche nach dem Partner, mit dem sie auch mal in schweren Zeiten eine gemeinsame Strecke zurücklegen, obwohl man sich wegen jedem Mißverständnis, welches man mit zwei Minuten ruhigem Gespräch aus der Welt schaffen könnte, keifend an die Kehlen geht. Die unfreiwillige Komik ist nicht gering, die sicherlich nicht beabsichtigte Tragik schnürt einem manchmal die Kehle zu.
Klar: Das Zeug ist gescripted, aber die Message, die vermittelt wird, ist genau deswegen ja so kacke. Die Leute sind einfach Gegenstände, die zufällig in der Gegend rumstehen und so lange "geliebt werden" oder "schön sind", bis sie keinen Nutzen mehr haben.
Überhaupt wird ja in den Medien oft so getan, als sei die ganze Twentysomething-Zeit nichts weiter als die Suche nach dem perfekten Partner, der sich NATÜRLICH und AUTOMATISCH auch irgendwann einfindet. Das verwirrt die Leute und kann dazu führen, daß die "Schönheit" und die "Liebe" wieder nicht echt sind, weil sie nützlich sind. Der Andere wird dann nämlich nicht um seiner selbst Willen geliebt und als schön empfunden, sondern um unserer selbst Willen so lange angehimmelt, bis sich herausstellt, daß da irgendwo ein Prozent nicht stimmt, man sich also wieder auf die Suche macht nach dem jenigen, der endlich unsere hochgeschraubten Erwartungen erfüllt.
Ähnlich sieht's aus mit dem Sex: Irgendwie setzte sich irgendwann mal die Denke durch, daß es nicht reicht, wenn Sex als höchster Ausdruck der Liebesbeziehung zwischen zwei Personen, die offen für die Zeugung neuen Lebens sind, als solcher gut und schön und heilig ist. Irgendwann mußte Sex auch "befreiend" sein. Problem: In dem Maße, in dem der Sex das Individuum "befreite", wurde der Sex dadurch auch "frei", nämlich frei von der damit einhergehenden Verantwortung, frei von seinem eigentlichen Ziel der Fortpflanzung und frei von der Bindung an nur einen Partner. Dadurch wurde der Sex "nützlich" und entzog sich für nicht wenige Menschen dem Bereich der Schönheit und der Liebe.
Jetzt ist es nicht so, daß überall dort, wo Schönheit und Liebe ist, automatisch auch Sex sein muß. Aber es ist so, daß überall dort, wo Sex ist, auch Liebe und Schönheit sein sollten, damit aus zwei nutzlosen Menschen ein dritter nutzloser Mensch werden kann. Sonst ist der Sex auch in einer Zweierbeziehung zu ichbezogen, also mit einem Nutzen verbunden, wodurch die Beziehung automatisch in hoher Gefahr schwebt.
Ja, okay... Genug gelabert... Weiß nicht, ob ich mich verständlich machen konnte. Ist mir jetzt auch nicht so wichtig. Ich wollte nur mal drüber geredet haben.
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Schönen Tag noch und keep it Catholic!
Max
Jetzt wird's echt tief und schmalzig und chickflick-mäßig!
Nee... War nur'n Scherz! Ich werde einfach 'n bißchen nachdenken und Euch mit dabei sein lassen...
Der Bad Catholic (den ich immer gerne lese, weil er erstens duftes Zeugs schreibt und ich zweitens so besser Englisch lerne) hat gestern nämlich auch über "Schönheit und Liebe" geschrieben.
Seine Gedanken gehen ungefähr so: Schönheit erzeugt Liebe, und Liebe erzeugt Schönheit. Das Schöne wird bewundert für das, was es ist und dient keinem weiteren Zweck, hat keinen weiteren Nutzen. Schönheit ist nutzlos. Liebe verehrt das Nutzlose, weil sie keine Bedingungen stellt, die auf einen Nutzen abzielen, sondern weil sie den Anderen für das liebt, was er ist. Weil Gott uns nicht braucht, uns aber trotzdem geschaffen hat, haben wir keinen Nutzen. Wir sind schön und geliebt. Nicht mehr aber - wichtiger! - auch nicht weniger.
Soweit der Bad Catholic (aber nur verkürzt, weswegen ich einen Besuch empfehle, um das ganze Teil zu lesen).
Diese Gedanken brachten mich natürlich gleich auf eine heiße Spur: Warum nur ist in der heutigen Zeit die Scheidungsrate so hoch? Hmm... Dafür gibt es wahrscheinlich mehr als nur einen Grund.
Zum Beispiel hat Marie ja vor einige Zeit mal ein paar Zeilen über Scripted Reality Shows geschrieben. Wir Pimpfe liegen manchmal bei miesem Wetter zusammen vor der Glotze, ziehen und so'nen Schrott rein und gackern mordsmäßig ab. Unsere Eltern fanden das anfangs gar nicht cool, aber als sie dann erkennten, wie sehr uns das Ansehen solcher Sendungen hilft, die Scheinwelt- und Fingerpuppen-Masche des nicht totzukriegenden Brot-und-Spiele-Systems zu durchschauen, haben sie 'n Auge zugedrückt.
In diesen Shows ist die "Liebe" grundsätzlich das, was kurzlebige, auf Kosten/Nutzen-Rechnungen beruhende Beziehungen rechtfertigt und "Schönheit" wird auf einem Nivaeu vermittelt, welches eben noch an "Joh, dich werd ich wohl auch nicht von der Bettkante stoßen, wenn ich's mal brauch" ranreicht.
Über allem schwebt aber immer diese totale Ernsthaftigkeit, als seien da irgendwelche tiefen und ehrlichen jungen Leute auf der Suche nach dem Partner, mit dem sie auch mal in schweren Zeiten eine gemeinsame Strecke zurücklegen, obwohl man sich wegen jedem Mißverständnis, welches man mit zwei Minuten ruhigem Gespräch aus der Welt schaffen könnte, keifend an die Kehlen geht. Die unfreiwillige Komik ist nicht gering, die sicherlich nicht beabsichtigte Tragik schnürt einem manchmal die Kehle zu.
Klar: Das Zeug ist gescripted, aber die Message, die vermittelt wird, ist genau deswegen ja so kacke. Die Leute sind einfach Gegenstände, die zufällig in der Gegend rumstehen und so lange "geliebt werden" oder "schön sind", bis sie keinen Nutzen mehr haben.
Überhaupt wird ja in den Medien oft so getan, als sei die ganze Twentysomething-Zeit nichts weiter als die Suche nach dem perfekten Partner, der sich NATÜRLICH und AUTOMATISCH auch irgendwann einfindet. Das verwirrt die Leute und kann dazu führen, daß die "Schönheit" und die "Liebe" wieder nicht echt sind, weil sie nützlich sind. Der Andere wird dann nämlich nicht um seiner selbst Willen geliebt und als schön empfunden, sondern um unserer selbst Willen so lange angehimmelt, bis sich herausstellt, daß da irgendwo ein Prozent nicht stimmt, man sich also wieder auf die Suche macht nach dem jenigen, der endlich unsere hochgeschraubten Erwartungen erfüllt.
Ähnlich sieht's aus mit dem Sex: Irgendwie setzte sich irgendwann mal die Denke durch, daß es nicht reicht, wenn Sex als höchster Ausdruck der Liebesbeziehung zwischen zwei Personen, die offen für die Zeugung neuen Lebens sind, als solcher gut und schön und heilig ist. Irgendwann mußte Sex auch "befreiend" sein. Problem: In dem Maße, in dem der Sex das Individuum "befreite", wurde der Sex dadurch auch "frei", nämlich frei von der damit einhergehenden Verantwortung, frei von seinem eigentlichen Ziel der Fortpflanzung und frei von der Bindung an nur einen Partner. Dadurch wurde der Sex "nützlich" und entzog sich für nicht wenige Menschen dem Bereich der Schönheit und der Liebe.
Jetzt ist es nicht so, daß überall dort, wo Schönheit und Liebe ist, automatisch auch Sex sein muß. Aber es ist so, daß überall dort, wo Sex ist, auch Liebe und Schönheit sein sollten, damit aus zwei nutzlosen Menschen ein dritter nutzloser Mensch werden kann. Sonst ist der Sex auch in einer Zweierbeziehung zu ichbezogen, also mit einem Nutzen verbunden, wodurch die Beziehung automatisch in hoher Gefahr schwebt.
Ja, okay... Genug gelabert... Weiß nicht, ob ich mich verständlich machen konnte. Ist mir jetzt auch nicht so wichtig. Ich wollte nur mal drüber geredet haben.
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Schönen Tag noch und keep it Catholic!
Max
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